SG Sulzfeld/Bretten 2 – TV Ispringen 2

23. März 2026

Krimi am Sonntagabend

TV Ispringen 2 erkämpft sich Punkt in Sulzfeld

In einer dramatischen Schlussphase sicherte sich die „1b“ des TV Ispringen ein 28:28-Unentschieden gegen die SG Sulzfeld/Bretten 2. Dabei bewiesen die Gäste vor allem eines: Moral und einen langen Atem, auch wenn der „Diesel im Tank“ fast leer war.

Das Bild der Mannschaft unterschied sich dieses Mal deutlich vom gewohnten Bild. Statt der üblichen jungen Truppe, gespickt mit ein paar erfahrenen Spielern, reiste der TVI mit einem Ü30-Schnitt an. Aufgrund einer dünn besetzten Bank mussten die Routiniers Jan Wirth, Simon Hörner, Pascal Stoll und Tobias Lachstädter Schwerstarbeit leisten und sammelten fleißig Spielminuten.

Die Partie startete furios. Beide Teams setzten auf hohes Tempo und vernachlässigten dabei die Defensivarbeit. Die Zuschauer sahen ein echtes Offensiv-Spektakel: Nach nur 23 Minuten waren bereits 25 Treffer gefallen (13:12).

Kurz vor der Pause riss der Faden jedoch komplett. Es folgte eine Phase, die man nur als „vogelwild“ bezeichnen kann: Technische Fehler am Fließband, eine Flut von Fehlpässen und verzweifelte „Hail Mary“-Anspiele ins Nirgendwo.

Sulzfeld behielt in diesem Chaos etwas mehr die Nerven und traf mit der Schlusssirene zur 14:12-Halbzeitführung.

In der zweiten Halbzeit blieb Ispringen zwar dran, schaffte es aber lange Zeit nicht, den Ausgleich zu erzwingen. Man merkte der Mannschaft die hohe Belastung an – die Kräfte schwanden zusehends. Als die Gastgeber drei Minuten vor Ende mit drei Toren in Führung gingen, schien die Messe gelesen.

Nach einer taktischen Auszeit setzte der TV Ispringen alles auf eine Karte und stellte auf eine doppelte Manndeckung um, was die SG Sulzfeld/Bretten völlig aus dem Konzept brachte und für massive Verwirrung im gegnerischen Rhythmus sorgte. Diese Verunsicherung nutzten Simon Hörner und Pascal Stoll eiskalt aus, um binnen kürzester Zeit auf 28:27 zu verkürzen, bevor der nervenstarke Thierry Tesch mit seinem neunten Treffer per Strafwurf eine Minute vor dem Ende den hochverdienten 28:28-Ausgleich markierte.

20 Sekunden vor dem Ende kam der TVI sogar noch einmal in Ballbesitz. Der Siegtreffer lag in der Luft, blieb den erschöpften Ispringern jedoch verwehrt. Am Ende steht eine gerechte Punkteteilung, die sich aufgrund der Energieleistung in den Schlussminuten fast wie ein Sieg anfühlt.

Es spielten: Stefan Rischar, Lucas Petervari, (Tor); Pascal Stoll (6), Aaron Schmid (2), Nikolas Schlebrowski, Sallie Sam Raithel, Jan Wirth (1), Thierry Tesch (9), Tobias Lachstädter (3), Simon Hörner (7), Noah Schulze